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Liebe Studierende,
Liebe Mitstreiterinnen und Mitstreiter,
Die IG Metall-Jugend Offenbach und Hanau/Fulda und die DGB-Jugend in der Region Südosthessen erklären sich solidarisch mit den protestierenden StudentInnen an der Uni Frankfurt und kritisieren die von der Uni-Leitung angeordnete Räumung des besetzten Casinos sowie das gewaltsame Vorgehen der Polizei bei der Räumung.
Die Besetzung als Form des Protests und damit die Aneignung von Räumen durch Studierende ist wichtig, um zu zeigen, dass Bildung keine Ware ist und StudentInnen nicht KundInnen sind.
Bildung ist die unverzichtbare Grundlage für Lebensperspektiven und selbstbestimmte Teilhabe an einer demokratischen Gesellschaft. In einem Bildungssystem, das nur auf die bloße Verwertbarkeit der Studierenden ausgerichtet ist, lässt kein Platz für Selbstbestimmung und Solidarität.
Studiengebühren verschärfen den ohnehin schon erschwerten Zugang zu Hochschulen vieler Kinder aus Arbeitnehmerhaushalten. Die Gewerkschaftsjugend in der Region teilt nicht zuletzt deshalb eure Forderungen nach freier und kostenloser Bildung sowie nach Bildung, die kritisches Denken und nicht Konkurrenz fördert.
Die Einführung eines unflexiblen und verschulten Graduiertensystems von Bachelor und Master nützen in der Wissensgesellschaft keinem. Im Gegenteil: Dies steht selbstbestimmtem Lernen ebenso entgegen wie dem Ziel einer aufgeklärten und demokratischeren Gesellschaft.
Wir unterstützen euch auch in der Form eures Protestes. Ihr lebt mit der Besetzung der Universität eure und unsere Vorstellungen eines selbstbestimmten Lebens. Wir kämpfen mit Euch gemeinsam für ein gutes Bildungswesen, das gleiche Chancen für alle Menschen garantiert und damit auch für ein Leben in Solidarität statt Konkurrenz.
Mit solidarischen Grüßen
DGB-Jugend Südosthessen
gez. Sharon Weingarten
IG Metall-Jugend Offenbach und Hanau/Fulda
gez. Robert Weißenbrunner
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